Kapazitätsproblem bei externen Festplatten

6. Februar 2007

“Mind Your Jumpers” hätte mir besser gefallen, aber ich will es den Suchmaschinen einfach machen. Also, lieber Leser, wenn du selbst gerade längere Zeit fluchend vor deiner Hitachi/IBM Deskstar gesessen hast, weil sie nach Einbau in ein externes Gehäuse nur noch 32 statt der eigentlichen 120 Gigabyte Plattenplatz anzeigt, danach planlos vor dich hin partioniert und wieder formatiert hast, ohne, daß es irgendwas geholfen hätte, dann schau als erstes einfach nach, ob du nicht die Jumper blöderweise auf der rechten (Cable-Select), statt der linken Seite (Master) gesteckt hast.

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Und frag für mich beim Support mal nach, wer sich diesen Scheiß eigentlich ausgedacht hat?

Handbuch lesen? Ach, komm…

Kann hoffentlich auch IMAP

6. Februar 2007

Mal wieder abzulegen unter *Schenkelklopf*

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FrontRow auf Äpfeln mit PowerPC

17. Januar 2007

Ist ja schon vor Monaten durch die Blogs gegeistert, aber endlich hatte ich Zeit und Muße auszuprobieren, ob es wie beschrieben läuft.

Ja, tut es. Den Eyecandy-Medienverwalter FrontRow, ursprünglich nur für die Intel-Rechner mit Fernbedienung, gibt es mit ein wenig Fummelei also auch auf PowerPC-getriebenen Applerechnern. Wozu? Einfach weil es geht und unverschämt gut aussieht.

Außer auf diesem Handybild.

Dabei bitte unbedingt und ganz akribisch wie in den Schritten 1 bis 4 vorgehen, sonst habt ihr wie yours truly das Vergnügen, auch Schritt 5 ausführen zu dürfen und The Pacifist kennen zu lernen. Lohnt sich allerdings nicht, der Typ ist recht steif.

Ansonsten spar ich mir die Details und verweise direkt auf entsprechenden Artikel bei AndrewEscobar.com mit schnieker Installationsanleitung und den kompletten Systemanforderungen. Geht wohl sogar mit nachrüstbarer USB-Bluetooth-Fernbedienung. Soweit hab ich meinen Feldtest dann allerdings nicht getrieben und mich auf Apfel+ESC-Drückerei beschränkt, um zu triggern. Bis 10.4.9 jedenfalls. Ach ja, Front Row findet sich bei apple.com inzwischen hier, der Artikel linkt leider ins Leere.

Zur K-Frage

16. Januar 2007

Während die meisten Medien noch soviel journalistische Sorgfalt an den Tag legen und die Suche nach dem Motiv für Tessin als Frage formulieren, unterstreicht die Bild ein weiteres Mal wessen Geistes Kind sie ist. In gewohnt sensationsheischender Hirnlos-Programmierung werden die Schlüsselwörter “Computerspiel”, “Killer”, und “Scheinwelt” zu einem süffigen Artikel-Cocktail gemixt, der mal eben so die ganze Geschichte in ihrer Schrecklichkeit erklären kann.

Das Final Fantasy 7, ein quietschbuntes Action-Rollenspiel aus Fernost, dem Tötungsverbrechen irgendeinen Vorschub geleistet haben soll, erreicht in Sachen ‘Bewußt und frech lügen Putzige Hilflosigkeit bei der mühsamen Konstruktion von Gründen um möglichst schnell einen fadenscheinigen Artikel aus der Hüfte geschossen zu haben‘ allerdings eine völlig neue Qualität im Absurden. Befanden sich die Argrumente von Kritikern solcher Spiele wie “Half-Life”, “Doom” oder “Call of Honour: Insert Your Favourite World War Scenario Here” (nämlich hoher Realismus durch die Spielperspektive, Kriegsszenarien, appe Körperteile etc.), bisher für mich in durchaus nachvollziehbaren Dimensionen, wird es bei einem Spiel wie FF7 (USK 12) einfach nur grotesk. Um Bilder sprechen zu lassen, präsentiere ich hier mal eine typische Kampfszene aus diesem schnellstmöglich zu verbietenden Gorefest:

Oder diese:

Hier ist – oh Graus! – jemand gestorben:

Vielleicht muß man FF7 ja rückwärts spielen und Computerspiele sind die neue satanische Rockmusik, der gesunde Menschenverstand kommt bei mir jedenfalls zu dem Schluß: Wenn jemand aufgrund einer ‘Scheinwelt’ wie dieser loszieht, um im realen Leben Menschen umzubringen, hat er sicher irgendwo einen ordentlichen Dachschaden. Allerdings einen, der sich genauso gut und fundiert mit der üblichen Wahl an Wurst bei seinem Fleischer, oder der Farbe seiner Lieblingssocken erklären ließe.

Oder stört sich Bild einfach nur an dem Szenario, daß die Protagonisten sehr wohl ihre Schwerter in Gegner stecken, diese Körper allerdings auf dem Fantasieplaneten Gaia angesiedelt sind und den Megakonzern Shinra leiten, welcher den Planeten zwecks Energiegewinnung schamlos ausbeutet? Arg konstruierter Bezug zur Systemkritik hier einfügen.

Ich habe nicht wirklich so etwas Abgefahrenes wie ‘Sorgfalt bei der Recherche’ aus dieser Ecke erwartet und von daher keine Überraschung beim Lesen verspürt. Der eigentlich besorgniserregende Aspekt ist die Art der öffentlichen Meinungsbildung, die Artikeln wie diesem üblicherweise folgt. Eine “Bildung”, welche Otto Normalspieler dann mitmenschlichen Geprächen im öffentlichen Raum aussetzt, bei denen es ihm schwerfällt, nicht sofort und mit lauten “Ich gestehe meine Schuld!”-Rufen auf dem Boden zusammen zu brechen. Schließlich trägt man nach einhelliger Meinung für den Untergang des Abendlandes, die allgemeine Teuerungsspirale und die Vergrößerung des Ozonlochs Verantwortung. Vermutlich sollte man sich einfach lächelnd mit dem Wissen zurücklehnen, als Jugendlicher alles richtig gemacht zu haben, wenn das dann also die Meinung älterer Generationen über die eigene ist. Und dafür mußtet ihr, liebe 68er, noch Steine schmeißen und im kalten Regen der Wasserwerfer ausharren, während wir das bequem aus unseren Sitzmöbeln erledigt bekommen. In your face!

Das einem Computerspiel, wenn es einen inhaltlichen Fokus auf Gewalt legt, Problempotential innewohnt, halte ich für nachvollziehbar und durchaus diskutabel. Das die gesammelten Gewaltausbrüche der letzten 25 Jahre damit erklärt werden können und ein Verbot zum sofortigen Entstehen des Paradieses auf Erden führt (Kurze Zwischenfrage an den wie gewohnt großartig argrumentierenden Herrn Backstein: Wann waren Kinderpornos im Internet eigentlich legal?), dagegen nicht.

Die Diskussion also bitte auf Augenhöhe führen und nicht einen gelungenen Eröffnungszug mit einfach in die Hand scheißen und damit werfen verwechseln.

Biased-View-Disclaimer: Der Autor spielt selber Killerspiele, hat einen Breitband-Internetanschluß, in Warcraft 2 nur die Kampagne der Horde gespielt und verschiedene Scheinwelten abonniert.

[Via.]

Badtaste 4 – A Live Installment

16. Januar 2007

wheezer, der Mann für’s Merkwürdige, die Polka und das Klavier, gibt mal wieder den Klempner in den verstopften Rohren seiner Plattensammlung. Und ich bin mir ziemlich sicher, daß es auch im vierten Teil nicht sonderlich schön werden wird, was er da zu Tage fördert. Erwartet man ja auch nicht, wenn es um die schöne Institution der Badtastes geht. Ursprünglich wohl als Geschenk für die Schwester, die sich Musik für’s Betrinken gewünscht hatte, verselbständigte sich das Ganze in einer thematisch affilierten Community und kumulierte von da aus in diversen Gigs, an denen Maitre nach Publikumszuruf nichts anderes kredenzen sollte. Durfte. Hartes Brot der Kunst, und so.

Ohne viel Worte machen zu wollen, empfehle ich jedem, der Musik jenseits geschmackspolitischer Korsette präsentiert bekommen mag, heute abend das Gammelradio anzuwerfen.

Gerüchte, wo nach das Set komplett durch zwei Zunes und atrac-Dateien bestritten wird, sind bis zur Stunde unbestätigt. Sicher ist allerdings, daß sich der Zuhörer fühlen dürfte, als wenn er einen Streichelzoo für ansteckende Krankheiten besucht.

Oder Breakdance-Nazis.

(Courtesy natürlich nicht bei mir. Keine Ahnung, woher das ursprünglich kommt, notfalls bitte einfach bei mir melden.)

Hallo und Herzlich Willkommen!

20. Dezember 2006

An die Neuankömmlinge vom Gammelradio, wie es in einem solchen Fall ja üblich ist. Mein Alter Ego ist immer noch lame, welches keinen Plan vom Rauchen hat,

dafür gern trinkt,

Frauen mag und trotzdem gerne der Heterosexualität frech ins Gesicht lacht. Manchmal auch alles auf einmal.

Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl hier, Bier müßt ihr selber mitbringen, das wird hier, wie gesagt, härter als Öl-Barrel gehandelt und ja, leider, hier ist meistens so wenig los. Ich bin für die fixe Arbeit des Bloggens wie der Bernsteintropfen für das erschrockene Insekt. Minus den interessanten, naturwissenschaftlichen Aspekt. Alles weitere könnt ihr unter „What’s What“ finden. Oder in dem ihr euch durch die Artikel klickt.

Außerdem habe ich geschwindelt. ‘So weit, nichts neues’, hör ich Leute tönen, die mich schon länger kennen, ‘und was war es diesmal?’ Nun, wenn es, wie während der Sendung von mir angemerkt, euch um’s Geekdom geht, winke ich ruhigen Gewissens in Richtung der Agitationszentrale für Populärkultur, kranke Musik gibt’s bei den Dissonanzstudien oder Fun in the Murky, wheezer hat einen prima flickr-Stream und Jay Pinkerton von Cracked darf ebenfalls nicht vergessen werden. Ich mach mich lieber über mich selber lustig, wenn ich mal wieder Computer oder mein Auto kaputtmache. Genau, unerträglich selbstreferentielles Blasenblogging, ich überlege demnächst auch mit Mood- und Music-Tags zu arbeiten. Und dann zu Livejournal zu wechseln.

Dieser Eintrag trägt dabei außerdem noch meinem Wunsch Rechnung, doch ein wenig mehr zu der einen oder anderen geworfenen Akustikbombe zu sagen. Oder euch die Möglichkeit geben, euren Sermon hierzulassen. Dazu hat dieses nette Stück Code ja unten die Kommentar-Funktion. Man könnte beispielsweise darauf hinweisen, daß Marco Passarani mit Mr. Cisco in etwa so viel zu tun hat, wie Horst Tappert mit Shaft. Aber kein Mensch kann das gesammelte discogs-Wissen ständig ric…ach, wird da draußen schon einen geben, der das bringt. Mir jedenfalls wurde wieder mal schmerzlich bewußt, daß nur eins geht: One Take Session oder sechs Bier. Keine Frage, wofür ich mich entschieden hatte. Wie man sicher auch unschwer an Auswahl und Cueing hören konnte. Wobei, Hardcore konnte ich wirklich noch nie, respektive war das im Rahmen des Gammelradios der erste Versuch und Bilder, wie ich mit einem großen Hammer auf neugeborene Kätzchen haue, wären sicher schöner gewesen.

Hier jedenfalls noch mein kurzer Lauf durch die Sampelbank. Verbesserungen (Cisco, ick hör dir trapsen!) gerne per Kommentar.

Lenny Dee vs. DJ Paul – Dope Man, benutzt ein Sample aus N.W.A.’s gleichnamigen Stück von der „…and the Posse“-LP. Die sollte man sich nicht nur wegen 2.500 heruntertempierten Amen-Breaks per Hour kaufen, sondern weil man Leute wie Easy E., Ice-T, The Arabian Prince nicht alle Tage so ein schräges Trés Chic auftragen sieht. Die Achtziger, man muß sie einfach lieben.

The Speedfreak – Fickmusic, beginnt mit ein paar Zeilen aus „Lily Marlene“. Ist hier aber in erster Linie gelandet, weil mich gleich dreißig Lenze nicht davon abhalten, bei einem Titel wie diesen immer noch kichern zu müssen.

Handbag – Oh, well, alles mögliche, deswegen einfach lesen, was wheezer dazu sagt.

Steel – Nochmal der Speedfreak. Eigentlich hab ich versucht, etwas von Biochip C. enzubauen, konnte aber nur samplefreies Material nach 1993 finden. Also mußte ich den Zeitstrahl etwas weiterhasten, um spätestens 2004 und mit der Salonfähigkeit (Keiner hat behauptet, des es ein besonders schöner oder exklusiver Salon sein muß!) von Breakcore ein ganz ähnliches Feld bestellt zu sehen, wie schon 11 Jahre zu vor. Und erfreulicherweise wird der tastological correctness wieder ein Bier über den Kopf gegossen um sie mit einem „Na und?“ zurück in die poguende Menge zu schubsen. Ach ja, Busta Rhymes. „Woo-Hah (Got you all in check)“.

Sickboy – „Folk Riddim Wars“. Hilfe, ABBA. Ein Glück mit einem weniger strapazierten „The Piper“-Sample. Vom (Achtung! Jetzt wird’s finster!) ebenfalls hier rumstehenden „The Visitors“-Album. Aber Oma war damals bei der VEB Schallplatte tätig und ich hoffe immer noch, daß die vom Amiga-Label mehr oder weniger grau nachgepressten „Unverkäuflichen Musterplatten“ (So lustige Worte hatten wir Ossis für „Promo“) irgendwann soviel wert sind, wie das Azetat von Lou Reed da neulich. Umsichtigere Menschen schauen nach der Audio Bot 003, wo gezeigt wird, was eine 909, Lenny Kravitz und George Dubyah gemeinsam haben (können).

Mark Imperial – Weil mir nichts treffenderes einfällt nochmal ein copy-paste meines discogs-Kommentars.

Given the fact that Mark Imperial released a cover of this 80ies pop song some five years prior to the world wide agonizing cannibalisation of Munich’s Gigolos owes him at least two points for the idea. Actually you’d have to take these right away for the realisation. A boring in-yer-face-bd and some quirky 303 works meeting the synths and the vocals of the original. What really takes the cake is the a-side: A trashy vocal-sample (ironically announcing “a musical masterpiece”) on a “house” beat you’d expect from the preset-section of your drummachine and the icing of this crap being delivered by the disastrous keyboards. A truly horrible release that has nothing in common with former stuff on this label like the recommendable “machines” by laurent x.

Eine Entschuldigung, warum ich mir diese Platte trotzdem gekauft habe, ist das natürlich auch nicht.

Takkyu Ishino – Richtig, im Original von Trio. Und eigentlich auch nur in dieser Version, weil Just einfach eine Bank in Sachen Tongue’n'cheekiger Remakes oder auch Eigenproduktionen ist, sein Marshall Jefferson-Dub mit den diversen Christmas-Goodies aus dem Hause V/VM zu diesem Zeitpunkt 200 km entfernt an meinem Schreibtisch lehnte und das sowieso spielenswerte Original nicht in Pressform vorlag.

Dakar & Grinser – Freiburg, V3.0 war ja vor fünf Jahren ein rechter Hit, dieser allerdings in Englisch, von Console zusammengefrickelt und dann wahlweise von Egoexpress, Eligia oder den omnipräsenten Hackerkittins nachinterpretiert. Hier mal die „Wir sprechen Deutsh“-Version aus Ladomat Y.01-Compilation.

The Parallax Corporation – Fear, ja, auch das nur ein Cover. Im Original schon fast gute 30 Jahre auf dem Buckel. Da ich damals nur zwar im eigenen Wagen, aber nur unter Aufsicht rausdurfte, fehlen mir dazu die launigen Geschichten. Wer dem Käse nicht ganz abgeneigt, sollte aber einfach mal nach Easy Goings LP Ausschau halten. Mixt sich prima mit Sachen wie dem „Ultimate Warlord“, der ja auch nur ein Remak…aber ich schweife ab.

Robert Görl – Mit Dir. Eigentlich wollte ich ja was von Gabi Delgados schrecklicher “Der DAF/DOS-Staat”-LP spielen. Aber auch hier, siehe Trio, nichts Drehbares mein Eigen und SSL ist immer noch Zukunftsmusik. Für Freunde des kruden Humors empfehl ich die aber mal trotzdem und hoffe, daß auch Herr Delgado selber das als „humorig“ einstuft, was er da GTOs „Pure“ oder DHS’ „House of God“ und der deutschen Sprache („Taxi, Taxi“) so antut. Und wenn mir jemand sagen kann, welcher Track im Hintergrund zu „Wegen Dir“ (Nein, nicht „Mit Dir“) läuft, könnte ich auch wieder ruhig schlafen. Danke.

Zu den Originalen der nächsten vier braucht sicher nicht wirklich viel gesagt werden. „I Feel Love“ von Sean Deason auf die Bassline reduziert, die 7“-„$“-Serie auf Tigerbeat6 ist immer für eine Überraschung gut, Interessenten seien allerdings vorgewarnt, daß es selten so geradeaus zugeht, wie bei Printed Circuit, sondern man sich ansonsten der Freuden des DPS und der Zerstörung hingibt. Like A Tim hat 1992 schon mal mit einem Acid-Remake von Blondies „Heart of Glass“ gezeigt, wo der Remake-Hammer hängt. Leider hab ich die nicht mehr, dafür dieses Teil auf seinem eigenen Like-Label, auf dem er übrigens auch eine LP voller Lollypop-Rock-Sachen („Leader Of The Pack“, irgendwer?) veröffentlich hat, während Man Parrish unter Beweis stellt, daß man trotz einert Reihe veritabler Hits einfach nur Scheiße sein kann.

Aggregiertes Trainspotting für den Schluß:
The Sound sampled die berühmten Psycho-Strings, The Spice mußte ja schon in so einigen Platten flowen und darf in einem Blog, welches Leute kennt, die Frank Herbert schon gelesen haben, nicht fehlen, während sich hinter Dome Patrol tatsächlich die Missile-Nasen Taylor und Zamani verstecken und Cutting Edge ein Sample aus Echo & The Bunnymens „The Cutter“ verwendet.

Schlechte Unterhaltung!

P.S.. Ach ja, V/VM ist tatsächlich fast immer so unterwegs. Statt vieler Worte der Wink mit dem Linkpfahl und noch lobende Erwähnung meiner drei Lieblinge da drüben:

Hate You
Sick Love
Infinity: The VVMCPS Abolish Copyright Anthem
Bonus:
Shoplift

Look What They’ve Done To My Song – Der viel zu lang geratene Podcast

16. Dezember 2006

Achtung! Es folgt schamlose Eigenwerbung!

Philipp weiß nicht nur, wie man “Party Hard” eigentlich lebt (An dieser Stelle doch kein Link zu dem Bild, wie der 2003er 217 Cup auf seinen fertigen Veranstalter blickt, der es sich auf dem Boden der Couch gemütlich gemacht hat), sondern setzt sich mit seinem Gammelradio auch nach dem stillen Verschwinden der familiärsten Technofeten-Reihe ever weiter für die Sache ein. Deswegen kleben lustige “I love Techno”-Sticker in seinem Fenster. Und hostet er eben diese Sendereihe auf mth.Electro.

Irgendwie hatte es bis jetzt nicht geklappt, daß ich da auch mal vorbeischaue. Was, wenn ich mir das Ergebnis unserer Session letzter Woche so ins Gedächtnis rufe, vielleicht auch ganz gut war. So der große DNS- oder Header-Gott es nicht zu verhindern wissen sollten, könnte ihr euch ab nächstem Dienstag, 20 Uhr ein Bild davon machen, daß ich meine Bahn wohl doch lieber verpassen hätte sollen. Oder ich nach Köln, statt Bonn gefahren wäre, wie ich es in meiner “Reise-Legasthenik” noch bis kurz vor Schluß geplant hatte… Aber dann hätte Philipp wohl beide Seiten seiner zwei neuen Sender-Platten spielen müssen. Und das zwanzig Mal am Stück. Was so vom Abend, der Erkenntnis, daß Weihnachtssendungen ja alles dürfen und somit dem fröhlichen Stilbruch gefröhnt werden konnte, sowie dem ausgesprochenen (und nicht konsequent eingehaltenem) Italo-Embargo blieb, war eine Rundreise durch meine schlechtesten Plattenkäufe und miß/gelungene Coverversionen. Badtaste, anyone? Als Philipp am Schluß der Aufzeichnung The Man in dieser Hinsicht für seine Januar-Sendung ankündigte, fiel mir auch prompt wieder ein, woher mir dieses Konzept bekannt vorkam. Mea Culpa, wheezer. Ich erreiche allerdings auch nicht wirklich deine Klasse in Sachen Auswahl. Möchte also jedem empfehlen, der nach dem *hust* Genuß meiner eher hitschlampigen Exkursion Lust auf mehr und noch ein paar Ohren hat, da dann dringend einzuschalten.

Die guten Nachrichten:
Ich verlose endlich das UR-Shirt. Und 10 der übleren Platten des Abends. Wer nicht ganz so masochistisch veranlagt ist, schaltet bitte einfach gegen 21:30 ein.

Erkenntnisse:
Wenn ich gewußt hätte, daß wir die Sprechbeitrage dann doch so klein halten, hätte ich nicht *gähn* schon wieder die Bourbon Control Charts gefeatured.
Und mir überhaupt das Rheinbahn-Panorama zu geben, anstatt noch neue Artikel zu pinseln.
Ich eigene mich nicht wirklich für das Phänomen Übergang.
Oder als Botschafter für das Blogdingens.
Sorry an alle Schreiber, die ich nicht lobend erwähnt und empfohlen habe.
Alles Sachen, die man noch hätte einschieben können, wenn die Sendeleitung nicht Freund der One-Take-Session wäre.
Aber er ist nun mal Chef. Was soll man da machen?

Fazit:
Für die Rubrik “Tanzen auf Architektur” müßte man Philipp eigentlich als Arschloch bezeichnen. Dagegen spricht allerdings, daß er ein ausnehmend netter Kerl ist, der prima grünen Tee kochen kann und stundenlang über Audiokompressionen, P&P RPGs oder Pfandrückgabesysteme referieren kann. Sehr gerne wieder! Schon damit ich mal wieder und ganz Altruist morgens um acht Beziehungsbeendungsnachrichten für andere stinkbesoffene Mitmenschen tippen darf.

Dienst am Kunden:
Die Tracklist.

Ey…Ach, egal. Abandon all Art. Now.

7. Dezember 2006

Wozu noch tausende Affen und Schreibmaschinen, um langwierig und teuer an Theaterskripte zu kommen, wenn es das gibt? Eigentlich wollte ich dieses großartige Schauspiel in meiner Kolumne für objektive Kritik wie gewohnt mit ein paar blödsinnigen Metaphern garnieren. Solange Paris Hilton allerdings noch nicht Nobelpreisträgerin geworden ist, scheint es mir nicht möglich, nachvollziehbare Analogien zu finden. Paula Nancy Millstone Jennings, Grunthos der Aufgeblasene und Prostetnik Vogon Jeltz sind jeweils auf ihre Plätze verwiesen worden, Robert Kelly, und sollten dir bereits salutiert haben. Du bist eindeutig…irre und aus deinem muttergeliebten Verstand.

Der ganze Niedergang des Abendlandes kann hier in zwölf Akten und Ermangelung treffenderer Wörter “bewundert” werden. Es ist im Prinzip das Gleiche wenn man an einem hässlichen Unfall vorbeifährt und nicht wegschauen kann.

Besonders beachtenswert: Die von Bertholt Stuttley Kelly persönlich eingesungenen Soundeffekte. Selbst vor Polizeisirenen, Telefonen und dem berühmten Cussword-Muting macht sein schöpferisches Wesen nicht halt.

Ach so, wer wirklich Schwierigkeiten mit der Interpretation dieses in seiner Mehrschichtigkeit nicht immer leicht zugänglichen Werk hat, schaut einfach nochmal die Commentary Cuts an. In denen der gute Rob erklärt, was gerade so auf dem Schirm passiert. Wenn er nicht gerade vergißt, wozu ein Kommentar nochmal da war.

Office Blues – Enormous Forward

5. Dezember 2006

Es müssen E-Mails wie diese gewesen sein, die Pratchett im Alter Ego des Mustrum Ridcully zu der Erkenntnis getrieben haben, daß Probleme, die von jemandem niedergeschrieben werden, keine besonders dringenden sein können. Und ihn folgerichtig mit diesen Memos ein papiergewordenes Nanga ParbatCori-Celesti-Modell auf dem Billardtisch in seinem Büro errichten.

Im klaren Mangel genialer Arbeitsergebnisse und damit einhergehender Exzentrik, hat es hier nicht zum Billardtisch gereicht. Unabhängig von der Qualität der eigenen Bleistiftspitzerei muß man allerdings als Auffangbecken für die wilde Aktivitätentäuschung anderer herhalten. Und wie ließe sich hard working besser simulieren, als mal eben 20% des Inbox Maxcap eines Empfängers zu okkupieren?

Wenn ich mir das dazu gerotzte “Rückinfo bis nächste Woche” anschaue, würde mir ein “Up Yours, Dr. Beetlefucker!” als breit akzeptiertes Re: auf so ein Fw: aber auch schon reichen.

Ich war eh nie sonderlich gut beim Achtball-Schubsen.

Lustiger Euphemismus entdeckt

30. November 2006

Im Heise-Forum und den diversen Artikel-Threads zum Thema zu finden: “Ich kauf Musik bei AllOfMP3.com”. So so.

Ich bin ja der Letzte, der eine Runde Turok gegen die Dinosaurier der Musikindustrie auslassen würde, aber mittlerweile auch weit genug in der Realität angekommen, um zu wissen, daß Rechtsverletzung nicht legaler wird, weil man dafür einen Obulus zur Gewissensberuhigung gezahlt hat. Da könnten wir auch wieder MC Tetzel ans Mic lassen und Scheinheiligkeit als den neuen Ehrbegriff feiern.

Zurück zum Thema und ganz im Gegenteil finde ich die Einkaufstour bei Seiten wie dieser sogar beschissener als zig für umsonst gesaugte Gigabyte auf der heimischen Festplatte. Und wenn ich mich noch an meine aktiven Musikboard-Zeiten erinnere, waren es auch immer Schreie des Entsetzens, wenn da mal wieder jemand festgestellt hat, daß er auf so einer Vertriebsplattform gefeatured wurde, und nicht etwa der Begeisterung. Da hat sogar mein Verständnis von Bentrobi für ausgereicht.

Also, liebe Kinder, entweder beim Künstler, Label, Mom & Pop-Vertrieb direkt shoppen gehen. Oder es in letzter Konsequenz ganz sein lassen. Und nicht in dieses ganz putzige, aber irgendwie total falsch klingende Horn der “Globalisierung des kleinen Mannes” stoßen. Oder die Sonate vom “Ich kauf das plattformgebundene DRM-Gekrüppel nicht (noch nachvollziehbar) und wenn dann sowieso erst, wenn ich ‘n Euro dafür bekomme (nicht so nachvollziehbar, wenn man halbwegs kapiert hat, wie diese Kapitalismus-Kiste gemeint war). Und die Blonde aus dem Video (wieder nachvollziehbar).” zum wiederholten Mal anstimmen. Ich fürchte, da werden viele Leute dann doch lieber und beispielsweise ins Fach des Saisonarbeiters wechseln, weil man da dann nicht bloß sicherer, sondern auch noch besser verdient. Beim Cheap-Shopping werden nämlich coole Musikanten wirklich um ihr Geld gebracht und der eigentlich kreuzdämliche Begriff der Raubkopie ein ganzes Ende zutreffender, als euch das, die ihr doch immer auf Seite der Guten spielen wolltet, recht sein kann.

Amen.