Wir empfehlen heute
Amazon hat’s vorgemacht: Die Empfehlungen im Stil von “Andere Kunden, die dieses Produkt kauften, haben auch dieses Produkt gekauft…diese politische Meinung…folgende Lieblingsstellungen beim Sex”. Kapiert hab ich das nie. Was interessiert es mich, ob Joey McMitbenutzer zufällig mal eine gute CD geshopped hat, ansonsten aber auf New-Age-Klimbim, wasserweichen Popschlonz und Ratgeber über Maniküre und Trennkost steht? Deswegen kauf ich die trotzdem nicht. Und was hat das Herunterleiern irgendwelcher fremder Einkaufszettel überhaupt mit ‘ner “Empfehlung” gemein? Man komme mir jetzt nicht mit Logarithmen, komplexen Auswertungsstrukturen, oder vielen Indern, die das per Hand machen. Dann würde nämlich nicht so etwas passieren.
Nun, man weiß, wie die Geschichte ausgegangen ist. Die meisten Sachen, die beschissen funktionieren (S-VHS, Castingshows, der Treibhauseffekt) setzen sich durch und werden kopiert, so das seit ein paar Jahren wahrscheinlich sogar die Versandhäuser für Grassamen, Empfehlungen darüber abgeben, mit welchen Artikeln für Ehehygiene man sein Liebesleben wieder aufpäppeln kann.
Jetzt auch als Beta in iTunes. Und funktioniert so schlecht, wie ich das bisher gewohnt bin: The Police, James Blunt, Robbie, Moonbootica…Mein Arsch, ihr habt vielleicht Nerven! Man möchte meinen, der iPod streikt, weil ich wirklich sowas shoppe.
