Die Copy-Paste-Stimmungslage
Freitag, den 25. November 2005“Jetzt hab ich gerade ‘ne größere Mail fertiggeschrieben und irgendwie keine Lust mehr.”
“Dazu mußt du erst ‘ne Mail schreiben?”
Auch außerhalb von Freitagen prima anzuwenden.
“Jetzt hab ich gerade ‘ne größere Mail fertiggeschrieben und irgendwie keine Lust mehr.”
“Dazu mußt du erst ‘ne Mail schreiben?”
Auch außerhalb von Freitagen prima anzuwenden.
4 cm Musik, 130 Euro. Plus Versand. Wenn ich das Heulen der Tauschbörsenbenutzer über Albumpreise von 10 Euro höre, muß ich immer grinsen. Dafür kriegt man bei Schellack gerade mal 3 Tracks. Einen, wenn’s schlecht läuft. Kommt die Maxisingle (mehr ist es ja nicht) dann noch aus Übersee, können schnell sogar 11 bis 13 Euro an Verbindlichkeit gegenüber dem Plattenladen bestehen. Pro Stück versteht sich.
Amazon hat’s vorgemacht: Die Empfehlungen im Stil von “Andere Kunden, die dieses Produkt kauften, haben auch dieses Produkt gekauft…diese politische Meinung…folgende Lieblingsstellungen beim Sex”. Kapiert hab ich das nie. Was interessiert es mich, ob Joey McMitnutzer zufällig mal eine gute CD geshopped hat, ansonsten aber auf New-Age-Klimbim, wasserweichen Popschlonz und Ratgeber über Maniküre und Trennkost steht? Deswegen kauf ich die trotzdem nicht. Und was hat das Herunterleiern irgendwelcher fremder Einkaufszettel überhaupt mit ‘ner “Empfehlung” gemein. Man komme mir jetzt nicht mit Logarithmen, komplexen Auswertungsstrukturen, oder vielen Indern, die das per Hand machen. Dann würde nämlich nicht so etwas passieren.
Der Pod ist in den letzten 24 Stunden viermal “abgestürzt”. Gut, jedesmal dauert der Freeze nur ca. eine Minute, aber es nervt nachhaltig. Nach einem längeren Aus werde ich immer mit einem “Bitte Firewire-Kabel entfernen” begrüßt. Ah ja.
In einem Anfall von Paranoia fing ich Montagabend mal wieder an, an meinem Router rumzuspielen. Alle, die mein Wissen um Netzwerke und die kuriosen Fragen, die aus diesem “Wissen” resultieren, kennen, hätten mich an dieser Stelle bestärkt, vielleicht doch lieber und wie gewohnt an mir selber rumzuspielen. War aber keiner da, der in vox ratio orgelte, also 192.168.1.1 in die Oper gehauen und ab dafür.
John Acquaviva. Warum heißt Deine CD “…presents Electro Deluxe Vol. 1″ und dann ist da langweiligster Tech-House-Pop alles Mögliche oben, nur kein Electro? Zwei Möglichkeiten:
Gerade mal Dienstagmittag und schon
(1) geht das WLAN nicht mehr
(2) ist der Dienstausweis weg
(3) zwei Meetings verpennt.
Über die dort gefeaturte Musik, mag man denken, was man will. Der teilweise zuckrig-süße Klebfilm aus Italo-, Normalo- und Cocadisco ist sicher nicht jedermanns Sache. Notfalls hört man sich halt die Sachen an, die eher in Richtung Motor City oder Windy City schielen. Für mich ist das allerdings ein Plattenladen, der den Knall gehört hat und im Internet wirklich angekommen ist. Liest sich dann so:
Stöckchen bekommen bei Rara Sunt Cara gefunden und frech kopiert.
Ein detailliertes Aufzählen der Änderungen spar ich mir mal, wird man in den nächsten Tagen sicher zur Genüge um die Ohren gehauen bekommen. Was mich aber bitter auflachen ließ war das pressemeldungsformulierte Auf-die-Schulter-klopfen: “Der Koalitionsvertrag bietet die Chance zur Überwindung der Wirtschaftskrise. Die Reformen werden vorangebracht.”